Asylrecht / Flüchtlingsrecht

"Kein Mensch flieht freiwillig"

 

(Amnesty International)

 

Asyl- und Flüchtlingsrecht ist wie kein anderes Rechtsgebiet unmittelbar geprägt durch innenpolitische wie internationale Entwicklungen und damit auch häufig tiefgreifenden Veränderungen ausgesetzt.

 

Eine Zäsur stellen hier die verfassungsrechtlichen Einschränkungen Anfang der neunziger Jahre dar, deren Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz seitens des Bundesverfassungsgerichts im Jahre 1996 in mehreren Entscheidungen besätigt wurde.

 

Vereinfacht gesprochen ist seither der Flüchtlingsschutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention gegenüber dem auf diese Weise in seiner Bedeutung geschwächten, grundgesetzlich verankerten Recht auf Asyl in den Vordergrund gerückt.

 

Das Asyl- und Flüchtlingsrecht ist seit einigen Jahren zunehmend geprägt durch europäisches Gemeinschaftsrecht. Als Rechtsanwender muss man daher nicht nur die diesbezüglichen nationalen Gesetze kennen, mit welchen die gemeinschaftsrechtlichen Regelungen lediglich umgesetzt werden. Es ist vielmehr unerlässlich, sich vertieft mit den originären europarechtlichen Rechtsquellen auseinanderzusetzen.

 

Im Asyl- und Flüchtlingsrecht berate und vertrete ich Rechtssuchende - aktuell vorwiegend aus Afghanistan, Irak, Iran und der Türkei -beispielsweise in folgenden Bereichen:

 

- Dublin II-Verfahren: Drohende Ablehnung von Asylanträgen und

  Rückführungen in Vertragsstaaten wie etwa Griechenland oder Italien,

  die Betroffene vor Einreise in das Bundesgebiet durchquert haben und

  in welchen kein Asylverfahren und keine sonstige Behandlung nach

  europarechtlichen Standards gewährleistet ist

 

- Asylverfahren aus politischen, religiösen und sonstigen

  Gründen

 

- Asylfolge- und Zweitverfahren mit den gegenüber Erstverfahren

  spezifischen Eigenheiten wie etwa der gesetzlichen Regel, wonach nach

  Rücknahme oder unanfechtbarer Ablehnung eines Asylerstantrags in

  einem Folgeverfahren die Flüchtlingseigenschaft nicht zuerkannt werden

  kann (§ 28 Abs. 2 AsylVfG)

 

- Abschiebungsverbote / Abschiebungsschutz wegen physischer oder

  psychischer Krankheit (bspw. Herzerkrankungen oder Posttraumatische

  Belastungsstörung) oder auf Grund drohender Folter oder

  unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung

  oder Bestrafung im Herkunftsstaat

 

- Familienasyl, also die Einbindung von Ehegatten und minderjährigen

  Kindern in das Asylverfahren

 

- Verlust der Flüchtlingseigenschaft, etwa durch Erlöschen im Falle einer

  Reise in den Verfolgerstaat oder durch Widerruf wegen (vermeintlichen)

  Wegfalls der Fluchtumstände.

 

Mehr zum Thema Asylrecht finden Sie hier:

 

Aktuelles zum Asylrecht

 

Downloads zum Asylrecht

Sie haben Fragen oder wollen zu dem Bereich Asylrecht / Flüchtlingsrecht einen Termin vereinbaren?

 

Rufen Sie mich an unter +49 69 6109 3662 oder nutzen Sie mein Kontaktformular.